Kurze Einführung in das System von Wladimir Dolgachev

Worum es geht


Wir befinden uns ständig in unserem Bewusstsein, ohne es zu merken.
Die Welt, die wir sehen, ist eine Reflexion im „Spiegel“ des Bewusstseins der Welt, mit welcher unsere Sinnesorgane in Kontakt treten. Diese Abbildung hängt von unserem Wissen, Erfahrungen, kulturelle Eigenschaften, also von unserer Wahrnehmung ab. Die Wahrnehmung, die wir haben, ist meistens nur mental, da sie durch unser Bewusstsein „geschaffen“ wird.
Die Realität ist die Welt, die von unserem Bewusstsein unabhängig ist.

Wie kann man eigene Wahrnehmung so verfeinern, dass sie möglichst „unbearbeitetes Bild“ der Realität liefert?

Diese Frage zieht viele andere Aspekte mit sich hierein, sodass im Endeffekt das ganze Wesen eines Menschen angesprochen wird. Dies umfasst unser Bewusstsein, Gefühle und Verhaltensmodelle, unseren Körper und seine Energie, unsere Psyche und ihre „Psychoenergetik“.

Psychoenergetisches Wahrnehmen

Wir haben noch einen Kanal des Empfindens – den psychoenergetischen. Wir nennen diesen Kanal den Empfindungs- oder Spürkanal, da wir annehmen, dass er sein eigenes Sinnesorgan hat, nämlich unseren Körper, sowie in erster Linie das Gehirn.
Der psychoenergetische Empfindungskanal geht nicht durch das Bewusstsein (da für das Bewusstsein nur die fünf Sinnesorgane arbeiten). Dabei merkt das Bewusstsein, dass es etwas empfindet, kann aber nicht sagen was. Das heißt aber, dass wir ein spezielles Gefühl der vom Bewusstsein unabhängigen Realität bekommen können.

Wie man das lernt

Wenn wir anfangen, den psychoenergetischen Kanal der Wahrnehmung zu entwickeln, stellen wir ganz schnell fest, wie viele Blockierungen der eigene Körper hat. Diese erschweren die psychoenergetische Wahrnehmung und sollten somit mit der Zeit beseitigt werden. So ist psychoenergetisches Spüren der Energetik des Körpers ein zusätzlicher, sehr feiner und präziser Zugang zum eigenen Körper, der auch die Selbstheilung erlaubt.
Schwierig ist bei diesen Prozessen zwischen der sensitiven und der mentalen Wahrnehmung zu unterscheiden, das heisst, zu wissen wenn wir tatsächlich etwas spüren und wenn wir uns nur vorstellen, dass wir etwas spüren. Somit sollten wir lernen, nicht nur die Objekte der Wahrnehmung wahrzunehmen, sondern die Wahrnehmung selbst.
Die psychoenergetische Empfindlichkeit der meisten Menschen ist oft zu schwach, um eine erfolgreiche stabile innere energetische Arbeit zu führen. Dieser Mangel kann durch einen externen Beobachter beseitigt werden, der genügend Sensibilität und Erfahrung hat, um die innere energetische Arbeit des Menschen anzupassen, bis dieser sensibel genug ist selbstständig zu arbeiten.
Im Moment spielt Wladimir Dolgachev, der Entwickler dieses Systems, die Rolle des externen Beobachters. Wir hoffen, dass mit der Zeit mehr und mehr Leute in der Lage sein werden diese Rolle zu übernehmen.

Was ist zu tun und was man davon hat

Normalerweise haben wir nur eine Wahrnehmung, die wir nutzen – die mentale. Und nur irgendwo am Rande unserer Sinne finden wir ein schwaches „Etwas“, das sich von den mentalen Gefühlen unterscheidet – die sensitive Wahrnehmung. Dieses „Etwas“ können wir nur bei möglichst hoher Neutralität der bewussten Wahrnehmung erreichen. Das heisst wir müssen lernen die Aktivität unseres Bewusstseins (seines bewussten Teils) zu steuern. Das aktiviert den unbewussten Teil unseres Bewusstseins. Wir führen ihn ins Leben, vertrauen ihm und als Ergebnis gewinnt das Bewusstsein an ganzheitlicher Struktur.
Die ganzheitliche Bewusstseinsstruktur ermöglicht eine ganzheitliche Wahrnehmung. Diese modifiziert unsere mentale Welt, weil die mentale Welt mit der reellen Welt des sensitiven Wahrnehmens des Inneren und des Äußeren ergänzt wird. So wird unsere Welt aus einer diskreten und fragmentarischen zu einer ganzheitlichen und einheitlichen Welt, die eine innere Logik hat.
Zusammengefasst kann man sagen, dass wir lernen einen „ursprünglichen Zustand“ zu erlangen – einen besonderen Zustand des energetischen Körpers, indem dieser absolut frei, entspannt und über das gesamte Körpervolumen ausgeglichen ist. Das ist nicht möglich, solange der Körper und seine Energetik nicht gesund sind. Diese energetische Arbeit an sich lässt mehrere kleinere Störungen des Körpers finden, die anschliessend beseitig werden. Dieser Prozess sollte so lange laufen, bis die Veränderungen in der energetischen Struktur des Körpers so stabil werden, dass diese keine Aufmerksamkeit und bewusste Handlungen mehr brauchen um aufrecht erhalten zu werden. Der Zustand selbst wird zu einem physiologisch normalen, natürlichen und entspannten Zustand des Menschen.
Das hier ist nur der Anfang! Aber schon durch das Verweilen in diesem normalen und natürlichen Zustand, wenn er in unser Leben, unser Bewusstsein, unser „Ich“ eintritt, wird sich eine Menge im Leben verändern, weil das Grundprinzip des Bewusstseins verändert wird – die Wahrnehmung.
Wladimir Dolgachev beschreibt sein System (Übersetzung)